Laurens van Rooijen
,
Redaktor
(lvr@cyclinfo.ch)
Anzeige
Mit der leichten, kompakten «Powershift»-Nabe fordert Classified Cycling seit 2021 etablierte Branchengrössen wie Sram und Shimano heraus. Denn während diese beiden darüber streiten, ob Velos künftig noch Umwerfer brauchen, packt das belgische Start-Up ein leichtes, effizientes Zwei-Gang-Planetengetriebe in die Hinterradnabe, das die gleiche Abstufung wie eine Zweifach-Kurbelgarnitur aufweist. So kann Classified Cycling die Vorteile von Schaltungen mit einem oder zwei Kettenblättern kombinieren - und zugleich die Nachteile vermeiden: Das System ist leicht, Kettenklemmer sind passé und dennoch steht eine fein abgestufte Übersetzung mit grosser Bandbreite zur Verfügung. Bei Gravel- wie Strassenrennen hat sich das «Powershift»-Getriebe bereits bewährt und wurde zu Siegen gefahren.
Während die «Powershift»-Getriebenabe zwischen Kassette und Bremsscheibe versteckt
ist, sind die «1x Aero»-Kurbeln und das flächige Kettenblatt aus Alu umso auffälliger.
Nun schliesst Classified Cycling eine Lücke im eigenen Sortiment: An der Velofollies-Messe im belgischen Kortrijk zeigte das Unternehmen erstmals die «1x Aero»-Kurbeln. Diese sind aus Carbon gefertigt, werden zunächst nur in 170 mm Länge angeboten, weisen einlaminierte Gewindebuchsen für die Pedale auf und sind durch eine Aluminium-Achse mit 30 mm Durchmesser verbunden. Das Gewicht von Kurbelarmen und Achse gibt Classified Cycling mit 470 Gramm an. Per Directmount-Aufnahme und Lockring lassen sich «1x Aero»-Kettenblätter mit wahlweise 46 oder 48 Zähnen (Gravel) respektive 50, 52 oder 54 Zähnen (Rennrad) montieren. Die flächigen, besonders aerodynamischen Kettenblätter werden per CNC-Fräse aus 7075er-Aluminium gefertigt und bringen laut Classified 180 bis 190 Gramm auf die Waage.
Clevere Entscheidung: Bei der Directmount-Aufnahme für das Kettenblatt hat sich
Classified Cycling für den «Cinch»-Standard von Race Face entschieden.
Doch das ist noch nicht alles: Auch beim Angebot an Kassetten hat Classified Cycling nochmals nachgelegt. Gleich drei neue Zwölfgang-Varianten decken mit 10 bis 40 Zähnen bereits eine beachtliche Bandbreite von 400 Prozent ab - und bieten dennoch die Art von feiner Abstufung, die für Trainings mit möglichst konstanter Trittfrequenz nötig ist. Kombiniert mit der «Powershift»-Nabe steigt die Bandbreite gar auf rekordverdächtige 583 Prozent an.
Fotos: zVg Classified Cycling
www.classified-cycling.cc
www.velok.ch

Fachwissen für die Schweizer Fahrradbranche. Von Profis für Profis, auch in gedruckter Form. Abo für Fr. 110.– pro Jahr.
Zu den Abos
Neues Velolicht für die dunkle Jahreszeit? Wir fassen zusammen, welche Massgrössen bei Velolampen zu beachten sind.
Artikel lesen
Bemerkungen :
ssss